#59 | Was brauche ich, damit sich Nähe für mich gut anfühlt?

Shownotes

Herzlich willkommen zum August-Sommer-Special von „Beherzt Klartext reden“!

Während ich im August ein wenig Pause mache, erwarten dich vier kurze Podcastfolgen mit vier kleinen Übungen. Sie laden dich dazu ein, dich in deinem Alltag bewusster wahrzunehmen, deine innere Klarheit in Worte zu bringen und ein Stück aufrichtiger zu werden.

In dieser Folge: Nähe braucht Grenzen – Was brauche ich, damit sich Nähe für mich gut anfühlt?

Nähe fühlt sich dann gut an, wenn du dich selbst darin noch wahrnehmen kannst und dein Ja genauso möglich ist wie dein Nein. In dieser Folge lernst du deine persönliche Nähe-Ampel kennen: Woran erkennst du Grün, Gelb und Rot – und was brauchst du, damit eine beginnende Gelb-Situation wieder stimmiger werden kann?

Eine kurze Übung für mehr Klarheit, Wahlfreiheit und Verbindung und eine Einladung zu einem Experiment für diese Woche.

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00:00:01: Herzlich willkommen zum August Summer Special von Beherzt Klartextreden.

00:00:06: Während du diese Folgen hörst, mache ich gerade ein wenig Pause und da es mir wichtig ist auch in dieser Zeit mit dir in Kontakt zu bleiben habe ich für den August vier kurze Folgen vorbereitet – mit vielen kleinen Übungen die dich dabei unterstützen in deinem Alltag ein Stück aufrichtiger zu werden.

00:00:25: Und darum wird es gehen!

00:00:26: In Folge eins Nähe braucht Grenzen.

00:00:30: Was brauche ich, damit sich Nähe für mich gut anfühlt?

00:00:35: In Folge zwei das schlechte Gewissen nach dem Nein.

00:00:41: Wofür bin ich wirklich verantwortlich?

00:00:44: In folge drei geht es darum sprich aus was dir wichtig ist wie du innere Klarheit in deine Worte bringst.

00:00:53: und in Folge vier Pause ist kein Beziehungsabbruch.

00:00:57: Wie bleibe ich im Dialog, wenn es ein bisschen eng wird?

00:01:02: Vier kurze Folgen.

00:01:03: Vier konkrete Übungen und vier Einladung, um dich selbst ein Stück besser wahrzunehmen und beherzt Klartext zu reden!

00:01:11: Ich bin Brigitte Puhr, Trainerin Coach und Mentorin für Beherztes-Klartext-Reden Und in meinem Podcast geht es darum gesunde Grenzen zu setzen, nein zu sagen, wenn du Nein meinst und dich aufrichtig auszudrücken, so dass die Verbindung zu anderen dabei nicht auf der Strecke bleibt.

00:01:30: Und jetzt wünsche ich dir viel Freude mit dem heutigen Impuls!

00:01:47: Und für mich gehören Nähe und Grenzen aber unmittelbar zusammen, denn Nähe fühlt sich nur dann wirklich gut an wenn ich darin mich noch wahrnehmen kann.

00:02:06: Wenn ich darinn noch Platz finde und wenn ich eine Wahl habe, wenn mein Ja ein echtes Ja ist und mein Nein auch da sein darf.

00:02:19: Und vielleicht kennst du diese Situationen in denen du äußerlich, sage ich jetzt mal noch ganz selbstverständlich dabei bist.

00:02:28: Du sitzt bei einem Familienbesuch und du hörst deinen Menschen zu.

00:02:33: Du beantwortest noch die nächste Nachricht oder du bleibst in einer Umarmung oder in einem Gespräch Und innerlich merkst du bereits, eigentlich wird mir das grad zu viel.

00:02:47: Eigentlich brauche ich eine Pause.

00:02:49: Eigentlich möchte ich schon nach Haus fahren.

00:02:53: Langsamkeit oder mehr Aufmerksamkeit.

00:02:57: Oder mehr Verbindlichkeit, damit sich dieser Kontakt für mich gut anfühlt.

00:03:04: und vielleicht kennst du das auch dass wir genau in diesem Moment diese Stimmung übergehen.

00:03:13: also wir möchten die Stimmung die gerade stattfindet nicht stören und wir übergehen uns selbst.

00:03:19: ja wir möchten den anderen nicht enttäuschen Wir fürchten, dass der andere denkt.

00:03:25: Ja jetzt stelle ich nicht so an und ja irgendwann kommt dann aber unser Nein und dann sind wir vielleicht im Ärger oder im Rückzug oder dann werden wir auf einmal schroffen und kippen aus unserer Freundlichkeit in eine Unfreundlichkeit die vielleicht schwer nachvollziehbar ist.

00:03:49: Und vielleicht kennst du das auch?

00:03:51: Dass man nach einem wenn man seine Grenzen nicht wahrt und wo länger bleibt, dass man dann nachhängt wie das Gefühl hat ich braucht zwei Tage um mich zu erholen.

00:04:01: Und genau darum geht es.

00:04:03: Es geht drum, dass möchte ich dich halt einladen, dass du deine dieses Signale die wir ja haben, dass Du die schon ein bisschen früher wahrnimmst.

00:04:15: Und die Übung ist folgendermaßen nimm dir jetzt vielleicht wenn es möglich ist ein Zettel einen Stift.

00:04:22: Du kannst es natürlich jetzt auch im Kopf mitmachen, aber wertvoll ist das wenn du dir wirklich vielleicht ein paar Minuten Zeit nimmst und deine Antworten dann auch wirklich aufschreibst.

00:04:33: Also wähle mal eine konkrete Situation in der dir Nähe oder Kontakt – sagen wir mal herausfordernd ist.

00:04:43: ja!

00:04:44: Nimm so einen Ein kleines Beispiel.

00:04:47: Nicht die ganze Familiengeschichte, sondern wirklich so eine kleine Übung an überschaubare Situationen.

00:04:53: Vielleicht ein Gespräch am Abend wenn ihr eigentlich schon müde seid beide oder einen Familienbesuch am Wochenende der einfach zu lang dauert oder eine Freundin die dir zu viele Nachrichten schickt oder eine Situation bei der Arbeit wo jemand was von dir braucht oder vielleicht auch im Moment körperliche Nähe, wo das so die Spur zu lang braucht.

00:05:15: Also ich glaube du weißt was ich meine und genau, da sucht ihr mal eine Situation und wenn du eine für dich gefunden hast dann stelle jetzt mal eine Ampel vor.

00:05:30: ja mit grün gelb und rot und grün bedeutet okay der Kontakt fühlt sich für mich stimmig an.

00:05:45: Ich bin da jetzt gern.

00:05:46: Ja, ich bin mit dem anderen in Verbindung und ich kann mich selbst dabei noch gut wahrnehmen.

00:05:52: Also das wäre wenn deine Situation Wenn du das bei grün einordnen würdest ja?

00:06:00: Wenn deine situation gelb wäre dann dann wäre es Würdest du's dort dazu verorten wenn du eben spürst etwas in dir beginnt sich Unstimmig anzufüllen.

00:06:14: Du wirst unruhig, es wird ein bisschen enger.

00:06:18: Vielleicht merkst du auch, dass du dich schon ampasst und das ist so diese Knaschzone jetzt.

00:06:27: Und rot ist eigentlich das, was dir schon zu viel ist, wo's dir schon so nahe ist, so schnell, zu lange dauert.

00:06:35: Wo du merkst, du machst es zu Du bist eigentlich schon ärgerlich, ja?

00:06:40: Und du willst eigentlich nur noch weg.

00:06:42: Das ist nichts mehr mit

00:06:43: Nähe.".

00:06:46: Und jetzt schau mal... Nimm nochmal deine Situation her und versuch sie einmal einzuordnen nach diesem grün-gelb Rot!

00:06:58: Und frag dich mal okay, woran würde ich denn erkennen dass das jetzt gerade grün ist für mich?

00:07:07: Also was macht diesen Kontakt grad

00:07:09: angenehm?!

00:07:12: Vielleicht ist es so, dass du dich da in einem Gespräch findest wo ihr einander wirklich zuhört.

00:07:20: Oder wenn du den Besuch der Familie genießen kannst, wenn du ungefähr weißt wie lange es dauern wird oder das du Nähe zulassen kannst.

00:07:31: körperliche Nähe vielleicht wenn das langsam entsteht oder dass du gerne deiner Freundin zuhörst wenn du vorher gefragt wirst.

00:07:42: Also das wären für deine Situation vielleicht Beispiele, wann das im grünen Bereich wäre.

00:07:50: Was du bräuchst ist damit es fein ist und dann Schauen wir mal wenn diese Situation sozusagen in diesen gelben Bereich rutscht was passiert da in dir?

00:08:03: oder was würdest du da vielleicht bemerken?

00:08:05: Vielleicht wirst du da eben unruhiger?

00:08:08: Vielleicht wird dein Atem flach?

00:08:11: Vielleicht sind das so Momente wo du öfter auf die Uhr schaust oder wo du dich ertappst, dass du nicht mehr richtig zuhörst und dann tauch in deinem Satz zur Sätze auf.

00:08:22: Wie lang dauert das noch?

00:08:24: Und ja... Du merkst, als du Ja sagst und wenn es jetzt vielleicht auf körperlicher Ebene ist, dass man trotzdem dich so gleichzeitig ein bisschen zusammenzieht.

00:08:36: Also das ist die Stufe gelb!

00:08:40: Die Stufe rot.

00:08:43: Was ist für dich dein Rot?

00:08:44: Vielleicht ist Rot für dich, wenn du zu irgendetwas überredet wirst.

00:08:50: Wenn du dich rechtfertigen sollst, wenn ein Bedürfnis nach Ruhe ausdrückst oder wenn du interpretiert wirst stelle ich nicht so an.

00:09:04: Oder ja, wenn so viel geredet wird dass du überhaupt nichts mehr aufnehmen kannst was eigentlich gesagt wird und Es geht jetzt nicht darum, dass du deine Situation oder deine Reaktion bewertest.

00:09:22: Ich muss jetzt verhindern, dass ich in diesen roten Bereich komme.

00:09:27: Sondern es geht darum, dadurch eine Achtsamkeit entwickeln kannst und eine Wahrnehmung.

00:09:36: Dass du das vielleicht in Folge, in Zukunft früher spüren kannst deine inneren Signale besser wahrnehmen kannst, weil der wirklich spannende Bereich in diesem Setting ist nämlich den Bereich gelb.

00:09:55: Bei grün ist alles gut, du fühlst dich wohl und hast Ressourcen, du bist präsent, es ist angenehm ja?

00:10:01: Bei grünen ist alles fein und bei rot bist du eigentlich schon in diesem Schutzmodus.

00:10:07: Da ist... wie sagt man so schön, da ist irgendwie Da macht dein System zu, da kommst du ein bisschen in seine Ohnmacht vielleicht.

00:10:17: Und wenn du im gelben Modus bist dann das ist der Moment wo du noch Gestaltungsspielraum hast ja, wo du auch sozusagen bewusst eingreifen kannst.

00:10:29: oder du kannst ansprechen was du möchtest.

00:10:32: Du kannst deine Grenze setzen bevor du sozusagen dich selbst drüber gehst, ja.

00:10:42: Und genau und jetzt nehmt ihr mal so einen... Also wenn du deine Situation jetzt einordnest oder wenn du vielleicht auch eine findest oder sagst okay das wäre so eine Gelbsituation dann vervollständige mal diesen Satz für dich also versetz dich rein in deine Situation als immer das ist.

00:11:07: und dann spüre ich mal dahin wie geht es dir da?

00:11:09: Wie fühlst du dich Und wenn du merkst, da bin ich so ein bisschen in dieser Gelbphase.

00:11:16: Dann ergänzt sie mal den Satz diese Situation könnte für mich wieder stimmiger werden Wenn und dann lass mal zu was dabei dir sozusagen dein System dir selbst für Impulse geben mag und schreibt das gerne auf weil es macht mit unserem System auch etwas wenn wir die Dinge auch aufschreiben.

00:11:41: Es wäre für mich stimmiger, wenn wir dieses Gespräch morgen weiterführen würden.

00:11:51: Oder wenn ich ein bisschen Zeit habe um anzukommen oder wenn ich weiß dass der Besuch um sechs wieder geht... ...oder vielleicht wenn du mich fragst ob ich jetzt überhaupt zuhören kann wenn du mir was erzählen willst dann wird sich es gut anfühlen und stellt also Ich gehe gerade auch so selber mit, warum mache ich da auch immer wieder pausen oder kannst ja wirklich auf die Pausetaste drücken für dich.

00:12:29: Aber die zweite Frage ist dann vielleicht auch welches Bedürfnis meldet sich da grad bei dir?

00:12:36: Also was ist es, was sozusagen in dir Raum braucht damit du dich wieder wohl fühlst?

00:12:43: Ist es grade vielleicht Ruhe oder ist es Klarheit oder weiß nicht, ist das vielleicht Schutz oder Aufmerksamkeit, oder Verlässlichkeit.

00:12:58: Vielleicht musst du ein bisschen forschen?

00:12:59: Weil es ist ganz spannend drauf zu kommen, welches Bedürfnis jetzt gerade nicht mehr ... Welches Bedüffensaufmerksamkeiten möchte?

00:13:11: Wenn du das ansprichst und dafür sorgst, dass es diesem Bedürfeness sozusagen wieder gut geht, dann entspanns sich dein ... System auch wieder.

00:13:26: Also wenn du dann da in irgendeiner Form eine Grenze setzt, ja?

00:13:32: Dann bedeutet das jetzt nicht dass du diese Verbindung abbrichst.

00:13:38: aber es geht vielleicht darum, dass du die Qualität der Verbindung in dem Moment verändern möchtest.

00:13:46: Genau und vielleicht kannst du für die Woche als Experiment dir das irgendwie so ein bisschen mitnehmen, dass Du vielleicht mal konkret achtest Wo bist du in einer gelb Situation und wie könntest du es ansprechen?

00:14:06: Und vielleicht mach ich das auch noch ein paar Beispiele an die Hand geben.

00:14:09: Vielleicht wär's sowas, wie... Ich merke, ich werde gerade müde!

00:14:15: Und können wir morgen weiter reden Anstatt zu bleiben und wegzutriften.

00:14:24: Das anzusprechen, ich merk' ich werd müde.

00:14:30: Oder wenn so um den Besuch geht, ne?

00:14:32: Also ich freue mich auf euch.

00:14:35: Oder wenn du auf Besuch gehst, ne!

00:14:36: Ich freu' mich auf Euch und ich werde beim Sex fahren, damit Du Bescheid weißt, sondern ist da Klarheit schon,

00:14:43: ja?!

00:14:45: Oder die Freundin, die Dir Nachrichten schickt oder die mit Dir sprechen will wo man sagen kann, Du, ich möchte Dir gern zuhören Jetzt passt nicht, pass für Dich, wenn ich Dich in einer halben Stunde zurückrufe Und... da ist so die Einladung für dich in diesen Situationen ein paar Formulierungen zu finden, um das mal auszuprobieren und auch zu schauen wie das ankommt.

00:15:11: Und was es macht.

00:15:13: Vielleicht löst du Ihre Dation aus?

00:15:16: Das heißt nicht dass du es falsch gemacht hast sondern ja, dass du mal anders umgehst damit!

00:15:25: Ich sage auch gerne dazu meinen Teilnehmerinnen in den Kursen, wenn wir Dinge ausprobieren und wie merken wir lösen ihre Ration aus dann sagt dazu du ich probiere jetzt gerade was aus.

00:15:37: Wie ich mich neu ausdrücke?

00:15:40: Wie ich neu kommuniziere?

00:15:42: Und dann schafft es vielleicht auch nochmal Klarheit.

00:15:46: Genau also zum Abschluss die Frage dieser Folge Was brauchst Du für dich damit sich Nähe für Dich gut anfühlt?

00:15:57: Und ich hoffe, dass dir dieses kleine Experiment ein bisschen Inspiration gegeben hat.

00:16:03: Ich freue mich auch wenn du mir Feedback gibst eine Rückmeldung und nächste Woche schauen wir auf das schlechte Gewissen, was sich dann trotzdem so gerne meldet, wenn wir vielleicht ein Grenze gesetzt haben oder nein gesagt haben.

00:16:20: Bis dahin wünschte eine schöne Augustwoche!

00:16:23: Bleib aufmerksam für dein Gelb Bleib beherzt in Kontakt und in Verbindung.

00:16:30: Ciao, ciao!

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